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Die Ausrüstung:
Unterwäsche (logisch), Gummistiefel oder uralte Schuhe, Funktions-Beinwärmer + Leggins + Regenhose, T-Shirt + Pulli + Goretextjacke, Baseballkäppi, Handschuhe, Mountainbike.
Und dann raus, getreu dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Vielleicht sollte ich Euch an dieser Stelle schnell ins Gedächtnis rufen, dass es in Bayern, ganz speziell am Alpenrand, das ganze Wochenende über sintflutartige Regenfälle hatte. Der Bach, an dem wir wohnen, war schon lange über die Ufer getreten und hatte die Wiesen unterhalb überschwemmt. Wir hatten einfach die Nase voll von dem Regen und beschlossen, zu gucken, was die Iller inzwischen so alles anstellte. Natürlich regnete es, was nur ging.
Schon 100 Meter bevor wir am Fluss waren, meldete sich das Hochwasser: Unser Bach war drauf und dran, die Strasse zu überfluten und ein Stückl weiter Richtung Fluss hatte das Wasser oder die Feuerwehr 3 Kanaldeckel gelupft und da quoll haufenweise Wasser raus. Wir radelten in einem 10cm tiefen Bach zum Fluss. Da, wo wir an den Illerweg kamen, war der Fluss noch nicht über die Ufer getreten, aber 10m links von uns stand das Wasser schon ziemlich hoch auf dem Weg. Dazu komm ich noch mal ...
Wir radelten also Richtung Kempten, bewunderten die riesigen Bäume, die in der reissenden Strömung unseres sonst recht beschaulichen Flüsschen trieben und freuten uns an der Qualität unserer Kleidung. Ein knappen Kilometer weiter erwartete uns die erste Hürde: Über den Damm lief Wasser und der Weg war etwa 20m weit 10cm hoch überschwemmt. Kein Problem, wir radelten einfach durch.
Dsa nächste 'Problem' war schon anspruchsvoller. Rund 500 Meter Wasser vor uns, die Tiefe war nicht abzuschätzen. Ralle war mit den Gummistiefeln klar im Vorteil und radelte los. Schon nach 3 Metern war klar: ich würde nasse Füsse bekommen. War mir egal, Hauptsache Spass ... das Wasser reichte bis gut über die Radnabe. Da wird das Radeln schon ganz schön beschwerlich ;-) Und es patschte ganz lustig, wenn man die Pedale trat ;-))
Unsere Probleme wurden zwar immer schwieriger, also tiefer, aber wir kamen überall durch. Auf dem Rückweg merkten wir deutlich, dass der Wasserpegel gestiegen war. Er reichte inwischen fast über das Vorderrad. Innerhalb von einer Stunde! In der Altstadt bereitete die Polizei die Leute darauf vor, dass das Wasser durchaus den Stand von 1999 (das 'Jahrhunderthochwasser') erreichen könne und es herrschte rege Geschäftigkeit. Damals stand das Wasser da etwa 1m hoch in den Häusern. Offensichtlich ist das nicht passiert, denn heute morgen war da nichts gesperrt. Ein Glück!
Als wir auf dem Rückweg wieder an dem 'Bach' ankamen, der unser normaler Weg zur Iller ist, beguckte ich fasziniert die Unterführung unter der Brücke durch. 'Was meinst Du, wie tief das ist?', fragte den besten Allgäuer von allen. 'Zu tief!', meinter der knapp. Ich mochte das doch nicht so recht glauben und nasse Beine hatte ich ja sowieso schon ... ich schaltete runter und radelte unter den amüsierten Blicken meines Freundes langsam unter die Brücke rein. Als das Wasser über den Lenker schwappte, musste ich aufgeben und absteigen. Das Wasser reichte mir bis an den Bauch ;-)) 'Hast recht.', musste ich meinem breit grinsenden Freund bestätigen. Dann ging's heim ... erst mal in ein warmes Bad :-))
Am Samstag waren wir nochmal Pilze suchen. Haufenweise Mischpilze waren es diesmal, dabei 2 neue Arten, die wir allerdings eindeutig identifiziert haben. Muss so sein, mir geht's gut :-)
2 Sachen hab ich noch:
Ich hab endlich den wichtigsten Teil der Everestseiten fertig :-)
Und:
Happy Birthday Bine :-))
(das war eigentlich gestern)
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